Theaterwerkstatt   AllgäuPfeffer0
0
00
Onkel Wanja

  

Onkel Wanja

     von Anton Tschechow

 

„Wenn man kein wirkliches Leben hat, dann nimmt man eben die Illusion.“ - Nach dieser Maxime leben die acht Personen, die Tschechow in seinem Drama in einem abgelegenen Gutshof versammelt.

Allen voran Wanja, der zusammen mit seiner Nichte Sonja über viele Jahre in harter und entbehrungsreicher Arbeit das Gut wirtschaftlich über Wasser gehalten hat, um seinem Schwager, dem Mann seiner verstorbenen Schwester, eine wissenschaftliche Karriere in der fernen Stadt zu ermöglichen.

Als der Professor sich zusammen mit seiner zweiten, viel zu jungen Frau für längere Zeit auf dem Gut einquartiert, lässt sich die harmonische Fassade nicht länger aufrecht erhalten und Wanja muss der bitteren Wahrheit ins Auge sehen: Sein aufopferungsvoller Einsatz war umsonst, der Professor ist ein Versager und hat sein Leben lang nichts produziert außer heiße Luft.

Auch die anderen Figuren werden mit der Einsicht konfrontiert, ihr Leben an den entscheidenden Stellen in falsche Bahnen gelenkt zu haben, ohne Möglichkeit zur Umkehr. Sie sind Gefangene ihres eigenen Unglücks und können dennoch nicht von der Hoffnung auf eine bessere Zukunft und der Sehnsucht nach der Liebe lassen.

Schwankend zwischen Selbsterkenntnis und Selbstbetrug, zwischen Verzweiflung und trotzigem Optimismus, scheinen sie sich am Ende resignierend in ihr Schicksal zu fügen.

Die einzige unter ihnen, die ihre Zukunft noch vor sich hat, ist die junge Sonja. Wird sie den Weg hinaus ins wirkliche Leben finden?

 

Tschechow zeigt weniger das Scheitern seiner Figuren selbst, sondern vielmehr deren Umgang mit der Erkenntnis gescheitert zu sein.

Das ist ebenso tragisch wie komisch.

Darsteller

 

Eine Eigenproduktion der Theaterwerkstatt AllgäuPfeffer e.V.

 

Fotos



Theaterwerkstatt AllgäuPfeffer    mueller.christoph@allgaeu.org / Tel: 0831 87836