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BlauPause

 

BlauPause von Ulrich Hub

         

 

Unter der Regie von Simone Schatz spielen acht Schauspieler und Schauspielerinnen über 40 Rollen.

Fliegende Kostümwechsel, rasende Szenenabläufe, kein Charakter taucht mehrmals auf, ein jeder kämpft um Ernsthaftigkeit und verliert sich doch in eine wirre Erlebniswelt, die von Außen bestimmt wird.

Ein dramaturgischer Wechsel zwischen Überspitzung und Drama, Karikatur und Ernsthaftigkeit, in dem Verschnaufpausen, wie im wahren Leben, selten sind.

Ein nicht enden wollender, kollektiver Gedankenkreislauf um Boulevard-Superstar Valerie Posch.
Wer ist die junge Frau, deren Karriere so vorbildlich läuft? Woher kommt sie? Was ist das Geheimnis ihrer Schönheit? Ist sie nicht nur schön, sondern auch intelligent? Engagiert sie sich wirklich nicht nur im Bereich des Boulevard, sondern hängt ihr Herz tatsächlich am Kampf gegen Gentechnologie und das Tragen von Tierpelzen? Wem gilt sie als leuchtendes Vorbild? Wie orientieren sich die Menschen an ihr, die doch niemals auftaucht? Was ist noch wahr und was ist unwahr?

Das Stück „Blaupause“

des Tübinger Dramatikers Ulrich Hub (Jg.’63) ist eine Medienfarce, die zeigt, wie aberwitzig unsere Gesellschaft auf mediale Ereignisse reagiert, welche Macht die Medien inzwischen haben und wie weit sie in unser Denken, Sprechen und Handeln eingedrungen sind. Acht Schauspieler schlüpfen in über vierzig Rollen. In jeder der zwölf Szenen wechselt der Spielort. Keine Figur taucht mehrfach auf und die weibliche Hauptfigur Valerie Posch verbirgt der Autor gänzlich vor den Augen des Zuschauers. Gibt es Valerie Posch überhaupt, oder ist Valerie Posch nichts als ein großer Mediengag? Valerie Posch ist ein bekanntes Starmodell. Das ganze Land fragt sich, ob ihre Brüste nun echt sind oder nicht. In der teuersten deutschen Kinoproduktion seit Menschengedenken soll sie an der Seite des Hollywood Stars Greg Burns jetzt zum ersten Mal als Schauspielerin arbeiten. Der Titel des Films lautet „blueprint“ – „Blaupause“. Es geht um einen Wissenschaftler, dem es gelungen ist, aus den Körperzellen eines erwachsenen Menschen mehrere Klone herzustellen. Dass Valerie in diesem Film mitspielt, ist ein Medienereignis der Superlative. Alle Figuren des Stückes sind plötzlich in einen Ausnahmezustand versetzt....... Gentechnik, Starkult oder Medienomnipräsenz – Ulrich Hub fühlt unserer Gesellschaft gehörig auf den Zahn und ist dabei so auf der Höhe der Zeit, dass einem zuweilen schwindlig wird …

 

Fotos

 



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